Geschlossen vom 3.8. – 13.9.

Das Bad ist in den Sommerferien geschlossen.

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Deutsche Schwimmer: Schon wieder keine Medaille?

Tja, es ist ein Kreuz. Da hatte die Nation so sehr gehofft, dass Biedermann & Co endlich mal Edelmetall mitbringen, und nun? Warum können Italiener, Spanier, Ungarn, Japaner, Engländer, Franzosen, Schweden, Südafrikaner diese Erfolge erzielen und wir nicht?

Ganz einfach: weil sie mehr und besser trainieren als die deutschen Sportler.  In 7:07,28 Minuten fehlten Biedermann, Florian Vogel, Christoph Fildebrandt und Clemens Rapp fast vier Sekunden auf Bronze, das an Japan ging. Silber sicherte sich Großbritannien. Vier Sekunden! Das sind Welten. Das holt man auch mit Kampfgeist und gutem Willen nicht auf. Da müssen andere Trainingsmöglichkeiten und -konzepte her, da darf  Sportförderung nicht nur ein Taschengeld für Sportler und Trainer sein, da müssen endlich von klein auf Talente auf breiter Basis gefördert werden.

Und da braucht es Sportstätten, die den Namen verdienen. Nicht Mehrzweckbadewannen, in denen niemand wirklich etwas leisten kann, weil alle auf einmal rein müssen und jeder den anderen behindert oder die Nutzung in Viertelstunden getaktet ist. Exzellenz ist keine Frage des guten Willens, sondern ein Prozess, in dem auf breiter Basis grosszügig gefördert wird, bis man schließlich Talente entdeckt und diesen maximale Möglichkeiten bietet.

Und das muss überall im Land geschehen. Wenn schon Neubau, dann richtig oder gleich bleiben lassen. Die Verkleinerung der Schwimmflächen im Nordlandkreis von neun auf sechs Bahnen ist der beste Weg, jede Art von Förderung aufzugeben. Es ist mutlos, ein schlechter Kompromiss. Mit dem Geld, das alle nun bereitstellen sollen, und mit einem starken politischem Willen zu einer Verbesserung (und nicht zur Verhinderung ) wäre ein Meilenstein möglich. Einer, mit dem sich alle beteiligten Gemeinden schmücken könnten, wo man sieht, dass man Geld auch sinnvoll ausgeben kann.

Wird aber nicht passieren.

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Gemeinde: Same procedure as every year

Tja, es war nicht anders zu erwarten: der Gemeinderat zwingt die Bürgermeisterin, sich gegen ein neues, zu 90% bezuschusstes Hallenbad auszusprechen. Weil: die zu erwartenden Betriebskosten sind zu hoch, oder so. Nachdem die Betriebskosten unseres alten Bades (Defizit ca. 50.000 Euro – im Jahr!) immer wieder als zu hoch gebrandmarkt werden, fragen wir uns, wieviel wohl in Ordnung wäre? Für einen Teil der Gemeinderäte sicher höchstens 0.- Euro, verbunden mit der Schließung der lästigen Einrichtung in Ascholding.

Nun, soweit wird es nicht kommen – bis zur Eröffnung des neuen Geretsrieder Bades bleibt das unsrige sicher geöffnet, koste es, was es wolle, der Schulsport erfordert das. Und das Schulschwimmen wird auch nach einer Schließung Geld kosten. Denn Schwimmen im zukünftigen neuen Bad in Geretsried wird einiges kosten: Bauzuschuss von 71.127 € und jährliche Zahlungen in Höher von 20.126 €. Dazu kommen noch die Buskosten. Diese Zahlen sind von 2012, als der Geretsrieder Neubau noch 11 Mio. kosten sollte (aktuell: 13,3 Mio.) und das Betriebskostendefizit dort lediglich 600.000 € betragen sollte (aktuell: mehr als 1 Mio.). Es kann sich jeder selbst ausrechnen, was das für die teilnehmenden Gemeinden bedeutet.

Bgm. Müller lässt nach der Finanzklausur des Stadtrates verlauten: „… müsste Geretsried derzeit jedes Jahr über eine Million Euro zuschießen, um das Bad am Laufen zu halten. Jetzt werden bis zum Jahreswechsel Rechenmodelle erarbeitet, wie die Betriebskosten unter stärkerer Beteiligung der anderen Kommunen gerechter verteilt werden könnten. Zum weiteren Zeitplan sagte Müller nur so viel: „Für den Haushalt 2016 ist das Hallenbad noch nicht relevant.“ (Hier der ganze Text zur Finanzklausur). Heisst übrigens: Baubeginn nicht vor 2017, plus zwei Jahre = 2019: so lange mindestens steht unser Bad noch! Sportreferent Wolfgang Werner erklärte jüngst: „Wir sind dem ursprünglichen Plan weit hinterher. Das haben wir uns anders vorgestellt.“

Es ist noch nicht aller Tage Abend, und der Gemeinderat wird noch öfter die Gelegenheit haben, seine Meinung zu Schwimmbadkosten (hier oder dort) zu überlegen. Wir sind zuversichtlich und bleiben das auch!

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