Das Bad bleibt weiter in Betrieb!

Na also, geht doch. Zum Glück wird die Sicherungsmaßnahme für die Galerie nicht die Kosten von 10.000 € überschreiten, es wird weitergehen (steht hier). „Frühestens in 14 Tagen” könne im Idealfall mit einer Wiedereröffnung gerechnet werden, erklärte die Rathauschefin laut Süddeutscher Zeitung. Zwar hat die Bürgermeisterin noch nachgeklappt, „man werde sich das Bad noch genauer ansehen” oder so ähnlich. Hat aber keine weiteren Konsequenzen angekündigt, warten wirs ab.

Edit 2.2.: Die Bürgermeisterin sagt, das Bad „sollte halten, bis das neue interkommunale Hallenbad in Geretsried fertig ist“. Das freut natürlich alle derzeitigen Nutzer: etliche Schulen, Wasserwacht, DLRG, das zahlende Schwimmpublikum. Denn das bedeutet noch wenigstens drei Jahre, bis das neue Bad in Geretsried fertiggestellt sein wird.

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Bad vorübergehend geschlossen

Das Hallenbad wurde am Donnerstag überraschend geschlossen. Die Presse schreibt (hier die Notiz in der SZ), das Bad sei einsturzgefährdet. Nun, tatsächlich geht es darum, dass die Säulen, die die Empore mit der Umkleide tragen, die Füsse im Wasser haben und das über die Jahre zu Korrosion geführt hat. Und durch die Verweigerung auch nur der geringsten Wartung haben Bürgermeisterin und Gemeinde diesen gefährlichen Zustand bewusst geschehen lassen.

Nun werden die Kosten für eine Absicherung eingeholt, am Dienstag in der Gemeinderatssitzung soll darüber beraten werden. Die Bürgermeisterin hat schon ihre Standarddrohung verlauten lassen: wenn es mehr kostet als 10.000 €, will sie das Hallenbad schliessen. Was dann mit den vielen Sportklassen geschehen soll, die Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr dort Schulsport machen sollen, bleibt ihr Geheimnis.

Warten wir ab. Starksprechen hat ja gerade weltweit Konjunktur ….

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Deutsche Schwimmer: Schon wieder keine Medaille?

Tja, es ist ein Kreuz. Da hatte die Nation so sehr gehofft, dass Biedermann & Co endlich mal Edelmetall mitbringen, und nun? Warum können Italiener, Spanier, Ungarn, Japaner, Engländer, Franzosen, Schweden, Südafrikaner diese Erfolge erzielen und wir nicht?

Ganz einfach: weil sie mehr und besser trainieren als die deutschen Sportler.  In 7:07,28 Minuten fehlten Biedermann, Florian Vogel, Christoph Fildebrandt und Clemens Rapp fast vier Sekunden auf Bronze, das an Japan ging. Silber sicherte sich Großbritannien. Vier Sekunden! Das sind Welten. Das holt man auch mit Kampfgeist und gutem Willen nicht auf. Da müssen andere Trainingsmöglichkeiten und -konzepte her, da darf  Sportförderung nicht nur ein Taschengeld für Sportler und Trainer sein, da müssen endlich von klein auf Talente auf breiter Basis gefördert werden.

Und da braucht es Sportstätten, die den Namen verdienen. Nicht Mehrzweckbadewannen, in denen niemand wirklich etwas leisten kann, weil alle auf einmal rein müssen und jeder den anderen behindert oder die Nutzung in Viertelstunden getaktet ist. Exzellenz ist keine Frage des guten Willens, sondern ein Prozess, in dem auf breiter Basis grosszügig gefördert wird, bis man schließlich Talente entdeckt und diesen maximale Möglichkeiten bietet.

Und das muss überall im Land geschehen. Wenn schon Neubau, dann richtig oder gleich bleiben lassen. Die Verkleinerung der Schwimmflächen im Nordlandkreis von neun auf sechs Bahnen ist der beste Weg, jede Art von Förderung aufzugeben. Es ist mutlos, ein schlechter Kompromiss. Mit dem Geld, das alle nun bereitstellen sollen, und mit einem starken politischem Willen zu einer Verbesserung (und nicht zur Verhinderung ) wäre ein Meilenstein möglich. Einer, mit dem sich alle beteiligten Gemeinden schmücken könnten, wo man sieht, dass man Geld auch sinnvoll ausgeben kann.

Wird aber nicht passieren.

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